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16.04.2018, 09:44 Uhr | © CDU Stadtverband Wertheim 08.04.2018
Ehrenamt ganz groß geschrieben
Dieter Adelmann berichtet den CDU-Senioren über die Arbeit der Wertheimer Tafel
Wertheim. Die Wertheimer Tafel ist eine von vier Anlaufstellen  im Main-Tauber-Kreis. Bundesweit gibt es etwa 950 dieser Einrichtungen mit ersten Anfängen vor  25 Jahren. Jürgen Küchler, Vorsitzender der Seniorenunion, begrüßte Dieter Adelmann, vom Leitungsteam der Wertheimer Tafel, vor vielen interessierten Senioren im Restaurant Zorbas.
Von links Dieter Adelmann vom Leitungsteam Wertheimer Tafel und Jürgen Küchler Vorsitzender der Seniorenunion
Der ursprüngliche Tafelgedanken war es, der Vernichtung von Lebensmitteln zu vermeiden und der Wegwerfmentalität mehr Einhalt zu gebieten. Trotzdem werden immer noch 82 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf jährlich in Deutschland weggeworfen.
In seinen Ausführungen berichtete Dieter Adelmann über die Gründung der Wertheimer Tafel im Jahr 2006. Anfallende Arbeiten werden ausschließlich  mit ehrenamtlichen Helfern geleistet. Derzeit sind es vierzig Helfer, die gespendete Waren vor dem Verkauf nach den Hygienevorschriften aufbereiten. Weiterhin  holen bis zu
zwölf Fahrer die Lebensmittel von Geschäften und Großmärkten mit ihren Privatfahrzeugen ab  und  transportieren diese zu den Geschäftsräumen in der Dr. Hübsch-Straße. Die gespendeten Lebensmittel werden aus dem Großraum Wertheim sowie mainabwärts bis Stadtprozelten und Freudenberg abgeholt.
Das Durchschnittsalter der Helfer  liegt bei 67 Jahren und man würde gern jüngere Helfer begrüßen, so Adelmann.
 
Öffnungszeiten für den Laden sind montags, mittwochs, freitags  ab 10.30 Uhr. Bis zu sechzig  Kunden kaufen an den Öffnungstagen ein. Augenblicklich sei es möglich alle gespendeten Lebensmittel zu verkaufen. Die Entsorgung der  Verpackungen sowie nicht mehr genießbaren Lebensmitteln verursache neben der  Arbeit einen erheblichen Kostenblock.
 
Die Bedürftigkeit werde durch die Stadtverwaltung geprüft, die dann Berechtigungsausweise mit einer Gültigkeit von einem halben Jahr ausstellt, wobei die Verteilung der Lebensmittel anhand der Personenzahl je Haushalt erfolgt. Im Kern der Kundschaft findet man besonders Flüchtlinge, aber auch Alleinerziehende mit jährlich steigender Tendenz.
Der für jeden Einkauf zu entrichtende Obolus werde zur Kostendeckung des laufenden Betriebes der Tafel verwendet. Weitere Kosten werden durch den Förderverein Wertheimer Tafel und dem Diakonischen Werk Wertheim gedeckt.
 
Dank vieler Aktionen zur Unterstützung der Lebensmittelspenden von Schulen wie dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, dem Rotary Club, Banken oder Privatleuten ist es möglich die Angebotspalette großzügiger zu gestalten.
Steigendes Anspruchsdenken, aber auch fehlende Mobilität der Bedürftigen mache die Situation der Tafeln auch künftig nicht einfacher.
 
Doch welche Zukunft das Ehrenamt nehme sei sehr ungewiss und gerade auf die ehrenamtlichen Helfer sei man angewiesen, resümierte Dieter Adelmann zum Abschluss seines Vortages.